Fossilien

Das Fossil, das dem Geiseltal weltweite Bekanntheit brachte, wurde 1933 während der Kohleförderung im Geiseltal (Grube Cecilie) gefunden.

Das Geiseltal ist die einzige Braunkohlenlagerstätte Mitteldeutschlands, aus der eine Vielzahl größerer Fossilfunde, d. h. pflanzliche und tierische Reste des Tertiärs (EOZÄN) aus der Zeit vor etwa 50 Millionen Jahren überliefert sind.

Sie traten hier so häufig auf, daß man von einer “FOSSILLAGERSTÄTTE GEISELTAL” spricht.
Danach wurde im Jahre 1986 im Tagebau Neumark-Nord bei Frankleben in der Gemarkung Braunsbedra eine fossilreiche interglaziale Schichtserie angeschnitten, die Hinweise auf den eiszeitlichen Menschen gab. Eine Vielzahl von Fossilfunden aus dem PLEISTOZÄN (Alter ca. 200 000 Jahre) konnten im Rahmen der Abraumgewinnung bzw. der Sanierungsarbeiten in den neunziger Jahren geborgen werden. Sie wurden an der Forschungsstätte in Bilzingsleben aufbewahrt und präpariert. Heute sind die Fundstücke im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, Richard-Wagner-Str. 9, deponiert und werden vom Landesamt für Vorgeschichte und Archäologie betreut.

Prof. Dr. Mania (Friedrich-Schiller-Universität Jena) leitete die wissenschaftliche Auswertung der Fossilfunde. Seine Vision, die Fundstätte an einem geeigneten Ort hier im Geiseltal ( “Geiseltalpavillon”) nachzubilden, könnnte zu einem Ausgangspunkt für die touristische Erschließung des Geiseltales mit dem künftigen Geiseltalsee werden.

Wappentier des Geiseltalmuseums der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg nach einem Foto von D. Brandt

Waldelefant am 17.03.1995 gefunden (Foto: ABS und Prof. Mania)

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